Wie man Google richtig nutzt, oder: Immer wieder Helene

Ich bin ganz irritiert, denn ich glaube, ich habe mein bisheriges Internet-Leben lang Google falsch benutzt. Dieser Verdacht beschlich mich bereits vor einiger Zeit zum ersten Mal, als ich mir einmal mehr die Suchwörter anschaute, die Menschen zu diesem Blog führen.

Neben den Massen an Anfrage, die sich vornehmlich um Schützenfeste und Helene Fischer drehen (unzusammenhängend, aber es ist wohl anzunehmen, dass Letztere zwischen Blasmusik und Umtata auf allen Schützenfesten dieses Landes gedudelt wird bis zum Erbrechen) finden auch jene Menschen hierher, die eigentlich gerne nackte Tatsachen sehen würden. Das ist an sich nichts Besonderes, denn vermutlich wird Google zu einem massiven Teil nur dazu genutzt, um neue Pornographie-Quellen ausfindig zu machen.

Wirklich amüsant ist, wie viele Menschen offenbar ihre Suchmaschine nutzen, meine in letzter Zeit favorisierten Suchanfragen lauten nämlich „google such mal bitte nackte schwänze“ sowie „zeig mir nackte titten“ und „zeig mir bilder von schwänzen“. Mit Google wird also direkt kommuniziert, als handele es sich um Siri, die man ja auch direkt anspricht. Ich finde das sehr höflich, vor allem, wenn noch das Wörtchen „bitte“ eingefügt wird und ich frage mich, ob Google beim Ausspucken der Suchergebnisse, zu denen ja offensichtlich auch diese Seite zählt, ein „aber gerne doch“ hinzufügt, das wäre ja irgendwie nett. Auch frage ich mich, ob jene Menschen, die Google so förmlich dazu auffordern, seiner Bestimmung nachzukommen, mit ihrer Art der Suchanfrage überhaupt jemals an ihr Ziel kommen oder ob sie nach Ansicht dieses Blogs beschlossen haben, doch lieber in die Videothek zu gehen. Möglicherweise handelt es sich auch um die gleiche Person, die es immer wieder verzweifelt versucht, aber doch immer hier landet. Wie dem auch sei, ich muss ihr/ihnen jedenfalls danken: Ich habe sehr gelacht.

Allerdings beunruhigt mich doch, wie viele Suchanfragen, die mit Sex zu tun haben, zu diesem Blog führen. Ich schreibe ja nun wirklich selten über Geschlechtsverkehr und damit verbundene Auswüchse, dennoch scheinen Anfragen wie „schoenen Sex ab 50“ (WTF?) oder „bilter-von-männerschwänzen“ (sic! und WTF???) zu imeinen Texten zu führen. Es gruselt mich. Es gibt hier nichts zu sehen!

Da diese Zusammenstellungen absurder Suchanfragen immer wieder gern gelesene Texte ergeben, möchte ich weitere Perlen aus den Untiefen der großen Datenkrake preisgeben, dazu gehören:

„draußen richtig schreiben“: Ich bin nicht ganz sicher, ob es darum geht, das Wort „draußen“ korrekt zu schreiben oder darum, wie man draußen, also außerhalb des Hauses, richtig schreibt. Wie auch immer. Meine Antwort lautet: So isset richtig geschrieben.

„böhse onkelz wird auch oft gesucht“: Stimmt, aber lang nicht so oft wie Schützenfest und Helene. Jungs, Eure Zeit ist vorbei.

„Möpse“: Immer wieder.

„katrin bauerfeind nackt“: vielleicht beim nächsten Leak?

„disslike jan“: Ich schreibe hier ja über viele Jans, die ich nicht mag: Den Fleischhauer oder den Böhmermann oder auch über diesen Köppen. Vielleicht war aber auch ein ganz anderer Jan gemeint, wer weiß?

„charlie sheen angst vor homosexualität“: Das wäre zumindest noch ein Grund mehr, ihn zu verabscheuen.

„daniela fehrenbach“: Nicht nur ich liebe sie! Eine Ikone! Sahne ist auch mein Leben!

„jan fleischhauer unmöglich“: Indeed.

„mario barth icebucket challenge“: Mehrfach. Ich bereue, ihn erwähnt zu haben.

„edeka werbung synchronstimme jd scrubs“: Ähm, ich schrieb doch nur über den Liechtenstein?

Und was mich gänzlich ratlos zurücklässt:

„bei einer schlanken frau ist es schwierig zu sehen ob sie schwanger ist“!

Ich freue mich sehr auf all die Suchbegriffe, die da noch kommen mögen, gute Nacht!

Von Möpsen, Make Up und schiefen Schwänzen

Ich bin Teil des großen, bösen Ganzen, denn, werte LeserInnen dieses Qualitäts-Blogs, auch ich überwache euch. Beinahe täglich und mit großer Freude. Ich sehe, wie viele Menschen (ungefähr) meine Seite besuchen, welche Artikel sie lesen, woher sie stammen, wie sie auf zu meinem Blog gefunden haben – meist via Facebook-Link oder Suchmaschinen. Leider zeigt mir die Datenkrake namens Google nur gelegentlich an, welche Suchworte Menschen zu mir führten – aber nicht selten wundert oder amüsiert mich, WAS Menschen das allwissende Internet fragen.

Etwas bestürzend hingegen ist die Erkenntnis, dass „böhse onkelz titty cam“ (und Variationen davon) unglaublich häufig gesucht wurde – und unglaublich viele Menschen zu mir geführt hat. Diese fanden wohl eher nicht, was sie gesucht haben (das verlinkte Video scheint auch depubliziert worden zu sein), aber immerhin hat sich bislang keiner die Mühe gemacht, mich aufgrund meines Onkelz-Bashings zu belästigen. Aber Sex verkauft sich nun mal am besten und nackte Titten auf Onkelz-Konzerten scheinen wohl echt die Massen zu interessieren… Generell sind auch die „2 möppse“ von „deutschlandfans“ interessant. Nur gibt es die ‚leider‘ hier nicht zu sehen.

Auch immer wieder gerne gesucht werden „lippenstift“ und „make up blogs“ – ich befürchte, die Suchenden werden auch hier nicht mit dem Ergebnis zufrieden sein, denn das Einzige, was ich zu diesem Thema zu sagen habe ist, dass ich diese Art Blogs hasse. Sehr sogar. Und wer sich von mir ein Make Up Tutorial erwartet, ist leider auch gänzlich falsch. Ich kann auch nichts raten, wenn der „nagellack schmiert“ oder wo man kostenlosen Lack herbekommt – ist einfach nicht mein Gebiet. Ich hoffe, die Lektüre hat dennoch gefallen.

Angesichts ihrer Überpräsenz scheinen viele Menschen auch Helene Fischer nicht so recht zu mögen. Dies belegen Suchanfragen wie „helene fischer nutte“ oder  „ich hasse helene fischer“ (extrem oft in letzter Zeit). Die Frau hat wohl ob ihrer Überpräsenz auf schlechten Dorfpartys, bei WM-Feiern und generell überall viele Menschen derart zur Verzweiflung gebracht, dass diese Gleichgesinnte in ihrem Hass finden wollten. Ihr seid alle herzlichst willkommen!

Meine favorisierten Suchanfragen sind aber jene, die immer pünktlich am Donnerstag eintrudeln, nämlich die nach Daniela Fehrenbach. Diese von mir ikonisierte Person (wer es nicht kennt, sollte sich die „Sahne ist mein Leben“-Folgen auf RTL 2 unbedingt mal reinziehen, es ist faszinierend) wird in ihrer Genialität von vielen Menschen verkannt, ihre Liebe zur Sahne verulkt. Ich hingegen, ich finde sie großartig (und bin wahrscheinlich der einzige Mensch, der über sie schreibt, egal!)

Während einer kleinen Recherche für diesen Text habe ich weitere Suchanfragen gesammelt, die ich nicht immer so eindeutig zuordnen konnte, darunter:

tumblr schiefe schwänze – Es gibt ja Vieles, worüber ich mich aufregen kann, aber über Blogs zu schiefen Penissen? Das ist selbst mir zu partikulär!

ein leben ohne sport nicht vorstellbar – Finde ich allerdings schon!

wie schaffen es männer unbehaart zu sein? – Ja, über diese Lebensleistung einiger Männer da draußen zerbreche ich mir auch ständig den Kopf… Nicht.

flankengott narzisstisch – Zur WM fanden ohnehin einige fußballmüde Menschen zu mir – aber wen genau man mit „narzisstischen Flankengott“ gemeint haben könnte, ist mir schleierhaft. CR7 ist ja eher kein Flankengott…

edeka ich hasse meine fahne – Ich weiß, wohin diese Anfrage führte – aber was zur Hölle war das Ansinnen der Person vor dem Computer? Ich würde es so gerne wissen? Geht es um omnipräsente Nationalfahnen? Hat da jemand eine Alkoholfahne und sucht nach einer Möglichkeit, Kaugummis zu erstehen? Man weiß es nicht!

Zuletzt gibt es aber auch tatsächlich Menschen, die mich bzw. diese Seite suchen. Darüber freue ich mich insgeheim (nach außen hin würde ich solch positive Emotionen natürlich nie zulassen) sehr! Liebe Menschen da draußen, die Ihr das lest: Ich feiere alle Klicks, freue mich über Feedback und Likes, denn ich bin nicht nur eine Person voller Hass, sondern auch eine attention whore. Also: Empfehlt mich weiter, wenn’s euch gefällt. Es dankt: Ich.

PS: Da hat man just diesen Beiträg publiziert, da findet man ein weiteres Kleinod des Nächtens in den Statistiken: eingequetschte titten bilder – Es tut mir sehr leid, dass ich womöglich nicht bei der Masturbation behilflich sein könnte.