Die Geburt einer Bewegung

Diesen Beitrag möchte ich dem teuflischsten aller Dinge widmen. Es kann Menschen ins Krankenhaus bringen, ja sogar töten. Der Konsum nur geringer Mengen ist ausreichend, um sich sozial zu isolieren, ganze Mahlzeiten zu verunreinigen und ungenießbar zu machen. Wie sich die meisten LeserInnen schon denken können, handelt es sich hierbei um die Arachis hypogaea, die in jeder Hinsicht gemeine Erdnuss.

Viele Menschen sind süchtig nach dieser Ausgeburt der Hölle und konsumieren diese in großen Mengen gesalzen, als Flips oder gebrannt auf dem Weihnachtsmarkt. Für diesen „Genuss“ nehmen sie in Kauf, aufgrund ihrer absolut ekelhaften Fahne den restlichen Tag allein auf dem Sofa zu verbringen, da eine Interaktion mit anderen Menschen einem Kapitalverbrechen gleichkäme.

Ich bin nicht mal allergisch gegen Erdnüsse, ich mag vielerlei Sorten von Nüssen. Die Walnuss kann mich beispielsweise zur Weihnachtszeit erfreuen und auch Haselnüsse bevorzuge ich in meiner allmorgendlichen Müsli-Mischung. Es ist die Erdnuss, die mich ob ihres Geruchs schon würgen lässt und insbesondere in asiatischen Restaurants dafür sorgt, dass meine Auswahlmöglichkeiten eingeschränkt sind. Der Effekt, den die Erdnuss geschmacklich auf ein Gericht hat, ist zu vergleichen mit dem des Kümmels: Ein Körnchen reicht aus, um alles zu verderben und ungenießbar zu machen. Das finde ich nicht richtig!

Zudem sind Erdnüsse für mich das perfekte und günstigste Verhütungsmittel: Man füttere den Partner im Vorfeld mit nur einer Erdnuss und die Möglichkeit einer Kindszeugung ist sogleich im Keim erstickt. Eigentlich praktisch. Ähnliche Effekte lassen sich nur mit dem Einflößen von Beck’s erzielen. Nichtsdestotrotz kann es nur im Interesse christlicher Vereinigungen liegen, Verhütung durch absolute Enthaltsamkeit zu propagieren. Daher: Weg mit der Erdnuss!

Ich weiß, dass diese Gedanken für Empörung bei vielen Erdnuss-Süchtigen sorgen werden. Die gesundheitlichen Gefahren, die von diesem kleinen Gewächs ausgehen, werden vielfach unterschätzt. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, mich in der Anti-Erdnuss-Lobby zu engagieren, um eine Prohibition der Erdnuss zu erreichen, damit zumindest auf legalem Wege der Handel und Genuss von Erdnüssen unterbunden werden kann. Dazu suche ich MitstreiterInnen, die sich ebenfalls mit Leidenschaft und Verve gegen Erdnüsse (und andere ekelhaftige [sic!] Lebensmittel wie Erdbeerkäse oder Rosenkohl) einsetzen wollen, um die APL, die Anti Peanut League, zu gründen. Der Kampf ist eröffnet!