Subventioniert Brüste!

Quelle: bh-world.de

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Heute habe ich aus Versehen einen mir lieben BH verfärbt. Dies ist sehr ärgerlich, denn er war weiß und nun ist er grau. Und da ich die passende Hose dazu nicht mitgewaschen habe, passt das nun gar nicht mehr. Nicht zusammenpassende Unterwäsche ist ohnehin ein Problem, von dem viele Frauen betroffen sind – denn frau wechselt das Höschen in der Regel täglich, den BH jedoch nicht. Ein Dilemma.

Nun aber zum eigentlichen Thema: Ich unterstelle mal dem BH-Hersteller, dass die Verfärbung meiner Wäsche von langer Hand geplant war, sodass ich mich dazu genötigt sehe, neue zu kaufen. Aus ähnlichen Gründen entwickeln die Bügel häufig ein Eigenleben und entscheiden sich dazu, ihre eigentliche Aufgabe, Brüste zu halten, zu vernachlässigen und stattdessen die Welt da draußen zu erkunden. Kurz (und für alle Männer, die sich nicht auskennen): Es gibt wenig, was so unangenehm ist wie ein BH-Bügel, der sich aus dem Stoff rausdrückt und piekt. Nähbegabte Menschen können das Flicken, andere kaufen eben was Neues. Und zwar nicht nur einen BH, sondern auch das passende Höschen. Das ist doch Kalkül, Obsoleszenz in der Wäsche-Industrie! Günter Wallraff sollte ermitteln, undercover als Frau und in Unterwäsche!

Neue Unterwäsche zu kaufen ist jedoch kein leichtes Unterfangen und da offenbart sich einmal mehr die schreiende Ungerechtigkeit, die uns Frauen betrifft. Ich beneide Männer, die einfach einen Dreierpack an der H&M Kasse schnappen können, weil ja eh immer die gleiche Größe passt, während ich in zig Geschäften 3848763 verschiedene BH-Modelle anprobieren muss, die zwar alle laut Etikett die gleiche Größe haben, aber je nach Firma, Schnitt, Design und wahrscheinlich auch Farbe unterschiedlich ausfallen, sodass es schier unmöglich ist, mal eben schnell einen BH zu kaufen. Und es muss nicht mal gesagt sein, dass bei Firma X ein BH der Größe 85 C ähnlich ausfällt wie bei Firma Y!

Davon abgesehen, sind BHs einfach mal VIEL ZU TEUER. Während der benannte Dreierpack an Unterbuchsen vielleicht gerade mal zehn Euro kostet, ist ein einziges winziges Spitzenhöschen meist schon teurer. Der passende BH dazu ist günstig, wenn er das Dreifache kostet. Das geht ins Geld auf Dauer! Ich finde das unfair, denn ohne BH sähe ich doof aus und unbequem wäre es auch.

Daher bin ich dafür, dass BHs (und Monatshygiene-Artikel) staatlich subventioniert werden und frau (und diejenigen Personen, die gerne einen hätten) pro Jahr den Anspruch auf mindestens zwei Frei-Büstenhalter hat. Zusammen mit meiner Forderung nach einer erdnussfreien Welt wäre das eigentlich schon fast ein Parteiprogramm. Who’s in?

Die Geburt einer Bewegung

Diesen Beitrag möchte ich dem teuflischsten aller Dinge widmen. Es kann Menschen ins Krankenhaus bringen, ja sogar töten. Der Konsum nur geringer Mengen ist ausreichend, um sich sozial zu isolieren, ganze Mahlzeiten zu verunreinigen und ungenießbar zu machen. Wie sich die meisten LeserInnen schon denken können, handelt es sich hierbei um die Arachis hypogaea, die in jeder Hinsicht gemeine Erdnuss.

Viele Menschen sind süchtig nach dieser Ausgeburt der Hölle und konsumieren diese in großen Mengen gesalzen, als Flips oder gebrannt auf dem Weihnachtsmarkt. Für diesen „Genuss“ nehmen sie in Kauf, aufgrund ihrer absolut ekelhaften Fahne den restlichen Tag allein auf dem Sofa zu verbringen, da eine Interaktion mit anderen Menschen einem Kapitalverbrechen gleichkäme.

Ich bin nicht mal allergisch gegen Erdnüsse, ich mag vielerlei Sorten von Nüssen. Die Walnuss kann mich beispielsweise zur Weihnachtszeit erfreuen und auch Haselnüsse bevorzuge ich in meiner allmorgendlichen Müsli-Mischung. Es ist die Erdnuss, die mich ob ihres Geruchs schon würgen lässt und insbesondere in asiatischen Restaurants dafür sorgt, dass meine Auswahlmöglichkeiten eingeschränkt sind. Der Effekt, den die Erdnuss geschmacklich auf ein Gericht hat, ist zu vergleichen mit dem des Kümmels: Ein Körnchen reicht aus, um alles zu verderben und ungenießbar zu machen. Das finde ich nicht richtig!

Zudem sind Erdnüsse für mich das perfekte und günstigste Verhütungsmittel: Man füttere den Partner im Vorfeld mit nur einer Erdnuss und die Möglichkeit einer Kindszeugung ist sogleich im Keim erstickt. Eigentlich praktisch. Ähnliche Effekte lassen sich nur mit dem Einflößen von Beck’s erzielen. Nichtsdestotrotz kann es nur im Interesse christlicher Vereinigungen liegen, Verhütung durch absolute Enthaltsamkeit zu propagieren. Daher: Weg mit der Erdnuss!

Ich weiß, dass diese Gedanken für Empörung bei vielen Erdnuss-Süchtigen sorgen werden. Die gesundheitlichen Gefahren, die von diesem kleinen Gewächs ausgehen, werden vielfach unterschätzt. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, mich in der Anti-Erdnuss-Lobby zu engagieren, um eine Prohibition der Erdnuss zu erreichen, damit zumindest auf legalem Wege der Handel und Genuss von Erdnüssen unterbunden werden kann. Dazu suche ich MitstreiterInnen, die sich ebenfalls mit Leidenschaft und Verve gegen Erdnüsse (und andere ekelhaftige [sic!] Lebensmittel wie Erdbeerkäse oder Rosenkohl) einsetzen wollen, um die APL, die Anti Peanut League, zu gründen. Der Kampf ist eröffnet!