Wait for it…

Ich habe oft das Gefühl, dass das Leben nur aus Warten besteht. Am Morgen wartet man, dass der Kaffee endlich fertig ist. Im Büro dann auf die Mittagspause und dann natürlich auf den Feierabend. Das Wochenende kann auch nicht früh genug da sein und wann habe ich endlich wieder Geburtstag? (Für alle, die gratulieren wollen: In zehn Tagen!!) Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, aber ach, ich hasse es. Ich möchte Bestellungen sofort haben, die Ankündigung von Überraschungen macht mich rasend. Geduld ist eine Tugend? Dann bin ich wohl kein tugendhaftes Mädchen! Ich möchte alles und das am liebsten jetzt sofort.

Und dann sitze ich da, verfolge den Paketmann online und frage mich, wieso sich die Lieferzeit immer weiter nach hinten verschiebt. Oder ich ärgere mich, dass ich den Zusteller gerade verpasst habe und nun auf den nächsten Tag warten muss – worst case – extra zur Post fahren muss. Wieso liegt so viel Zeit zwischen den schönen Tagen im Jahr, die man mit FreundInnen verbringt? Ach und was ist eine Stunde Warten beim Arzt, wenn man auf den Termin schon monatelang warten musste? Anzeigetafeln von öffentlichen Verkehrsmitteln machen mich kirre, denn die angezeigten Minuten verstreichen wesentlich langsamer als reale 60 Sekunden, ich habe das mal gemessen. Es gibt wohl eh eine Regel, die besagt: Je ekliger das Wetter, desto länger lassen Bus/Zug/die Verabredung auf sich warten. Und wenn es die noch nicht gibt, dann habe ich sie hiermit aufgestellt.

Dies alles schreibe ich übrigens, während ich darauf warte, dass mein Eis angetaut ist. Story of my life!

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