Untot macht hirnpolitisch

Lange Jahre habe ich mich als „unpolitisch“ bezeichnet. Nicht, weil ich keine Meinung zu politischen Themen hätte, sondern weil ich wenig aktiv zu tagespolitischen Themen informiert habe, mich gar als verdrossen von der Parteienpolitik dieses Landes (und des kleineren Nachbarn) bezeichnet habe. Dann brachten mich ein Kommunist und mein kleinster Freund drauf: Politisch sein heißt nicht nur, sich für die Hirnschisse der politischen Granden zu interessieren, sondern sich generell mit gesellschaftlichen und strukturellen Problemen auseinanderzusetzen und Stellung zu beziehen. Also bin ich doch politisch – und zwar sehr.

Ich bin unsicher, ob es das Internet mit seiner Informationsflut nun einfacher oder schwerer gemacht hat, sich zu informieren und eine Meinung zu bilden. Es ist auf jeden Fall einfacher geworden, seine Haltung mit der Welt zu teilen – ob diese sich dafür interessiert oder nicht. Ich persönlich nutze Facebook gerne als Medium für den Austausch von interessanten Artikeln, auch zur Diskussion. Bloß – ich scheine damit recht alleine gestellt zu sein, was Kommentare und Likes recht einfach belegen können. Ich postete mal ein Selfie mit einem Hündchen – man überschlug sich fast vor Begeisterung. Teile ich hingegen Artikel (nicht meine eigenen!) zu Themen, die mich wirklich bewegen, dann herrscht betretenes Schweigen.

Ist das wirklich alles so uninteressant? Oder möchte man keinen längeren Text lesen müssen? Fühlt mensch sich von Texten über Feminismus, Flüchtlinge oder Fußball etwa nicht angesprochen? Empörung rufen höchstens Videos hervor, in denen Hundebabies in einen See geworfen werden oder irgendeine Hetzschrift gegen „Kinderschänder“ – egal, ob damit wirkliche Straftäter gemeint sind oder Menschen, die pädophil sind. Achja, Beiträge über kriminelle AusländerInnen sind auch ganz groß im Trend, dann hört es aber auch auf. Allerdings würde ich ja reflexhaft ins Internet geschissene Stammtisch-Kommentare auch nur mit Bauchschmerzen als politische Meinungsäußerung bezeichnen wollen. Das ist alles so random, so vorhersehbar, so unreflektiert.

Und immer öfter liest man dann von Menschen, die sich bewusst von politisch „extremen“ Positionen distanzieren, links und rechts damit gleichsetzen und sich in einer politischen Mitte verorten, die ich als höchst diffus bezeichnen würde und die sich scheinbar durch nichts weiter definiert als durch besagte Distanzierung. Auslöser für diesen Text war das Statement eines Tätowierers, der aufgrund eines Gemeinschaftsprojekts mit einem offen bekennenden Neo-Nazi kritisiert wurde (man sollte erwähnen, dass das Feedback überwiegend extrem positiv war). Er schrieb dann: „Weiterhin bin ich weder rechts noch links, noch sonst irgendwas und ich heiße weder das Eine noch das Andere gut.“, was mich irritierte. Bedeutet eine Positionierung im politischen Niemandsland denn, dass jegliche Kritik an der Kollaboration mit einer rechtsextemen Person gehaltlos ist, weil man ja ohnehin nur als „linker“ Mensch Kritik an „rechts“ äußert (eine Positionierung links der Mitte bedeutet übrigens nicht nur, gegen rechts zu sein, just saying)? Und ist es wirklich eine extremistische Haltung, Personen mit menschenverachtenden Ansichten abzulehnen, mit ihnen nicht zusammenarbeiten zu wollen? Ich sage nein. Und ich lehne Toleranz für Intolerante ab, kategorisch. Mit so einem Statement macht man sich beliebig – aber auch unangreifbar und aalglatt.

Was ist nun die Pointe? Ich wünschte mir, dass politische Diskurse im Internet gehaltvoller würden, weniger reaktionär, weniger trollig. Vielleicht sollte man Politik auf Facebook auch einfach verbieten und all den Katzen und all dem Foodporn das Feld überlassen, ich müsste mich dann jedenfalls nicht ganz so viel ärgern.

 

… und darum zünd‘ ich dein Radio an…

Ich höre kein Radio, nie. Ich besitze nicht einmal ein Gerät, welches Radiowellen empfangen könnte und selbst wenn – lieber darbe ich in absoluter Stille, als mich dem immer gleichen Mist hinzugeben, der heutzutage von den allermeisten Sendern durch den Äther geschickt wird – scheißegal, ob Privatsender oder öffentlich-rechtlich (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel).

Es lässt sich jedoch nicht immer vermeiden, Radio zu hören, bei langen Autofahrten zum Beispiel. Und was dabei auffällt: Quer durchs ganze Land – die „populären“ Sender klingen überall haargenau gleich. Die gleichen Claims, die gleichen weichgespülten und unwitzigen ModeratorInnen, alle mit alberner Morningshow, eingekaufter „Comedy“ und – natürlich – der allerweltbesten Musikauswahl, dem zuverlässigsten, schnellsten, umfangreichsten Blitzerreport und den frühesten Nachrichten. Kein Superlativ ist den Radioschaffenden von heute zu blöd, um den eigenen Sender aus der Masse des Immergleichen hervorzuheben. Dumm nur, dass ALLE Sender die besten sind, die abwechslungsreichste Musik spielen und damit werben, es am längsten ohne Werbung oder sinnlosem Gequatsche zwischen den Songs auszuhalten. Es ist auch echt eine unfassbare Leistung, mal zehn Minuten am Stück das zu tun, wofür Menschen einschalten…

Und egal wo man ist – es gibt dämliche Gewinnspiele mit nicht zu erratenden Geräuschen oder Nummern auf Geldscheinen und Morning-Show-ModeratorInnen führen unwitzige Wettbewerbe der Geschlechter durch. Regionale Besonderheiten? Fehlanzeige. Die ModeratorInnen klingen alle haargenau gleich, akzent- und dialektfrei, absolut beliebig und austauschbar. Welchen Sender man hört, ist nur am Jingle zu erkennen, der Gott sei Dank alle paar Minuten blökend verkündet wird. Und die abwechslungsreiche Musik besteht aus dem bis zum Erbrechen wiederholten Abspielen aktueller Hits („Ein Hoch auf Uns“ ist wahrlich ein Brechmittel) und einiger Songs, die auch nur im Radio als Klassiker gelten – meine Definition von „Abwechslung“ lautet irgendwie anders. Ausnahmen sind diese Intellektuellen-Sender wie Deutschlandfunk und Konsorten, nur da frag ich mich, wer eigentlich je entschieden hat, dass Menschen mit Anspruch auf gut gemachtes Radio immer nur Jazz und Klassik hören möchten?

Wieso, liebe Radio-Redaktionen dieses Landes, macht ihr alle das Gleiche? Gibt es wirklich keinen Markt, keine Nische für innovatives Radio mit nicht ganz so sackdämlichen Moderationen und der immer gleichen Musik? Wieso bezahlt mensch eigentlich GEZ, wenn die allermeisten öffentlich-rechtlichen Sender den gleichen Driss spielen wie die Privaten (nur mit etwas weniger Werbung)? Es kann doch nicht sein, dass Millionen Menschen im Auto, beim Arbeiten oder zuhause wirklich diesen Scheiß hören möchten. Bitte, liebe Menschen da draußen, sagt mir, dass ich nicht alleine bin.

 

Wie man Google richtig nutzt, oder: Immer wieder Helene

Ich bin ganz irritiert, denn ich glaube, ich habe mein bisheriges Internet-Leben lang Google falsch benutzt. Dieser Verdacht beschlich mich bereits vor einiger Zeit zum ersten Mal, als ich mir einmal mehr die Suchwörter anschaute, die Menschen zu diesem Blog führen.

Neben den Massen an Anfrage, die sich vornehmlich um Schützenfeste und Helene Fischer drehen (unzusammenhängend, aber es ist wohl anzunehmen, dass Letztere zwischen Blasmusik und Umtata auf allen Schützenfesten dieses Landes gedudelt wird bis zum Erbrechen) finden auch jene Menschen hierher, die eigentlich gerne nackte Tatsachen sehen würden. Das ist an sich nichts Besonderes, denn vermutlich wird Google zu einem massiven Teil nur dazu genutzt, um neue Pornographie-Quellen ausfindig zu machen.

Wirklich amüsant ist, wie viele Menschen offenbar ihre Suchmaschine nutzen, meine in letzter Zeit favorisierten Suchanfragen lauten nämlich „google such mal bitte nackte schwänze“ sowie „zeig mir nackte titten“ und „zeig mir bilder von schwänzen“. Mit Google wird also direkt kommuniziert, als handele es sich um Siri, die man ja auch direkt anspricht. Ich finde das sehr höflich, vor allem, wenn noch das Wörtchen „bitte“ eingefügt wird und ich frage mich, ob Google beim Ausspucken der Suchergebnisse, zu denen ja offensichtlich auch diese Seite zählt, ein „aber gerne doch“ hinzufügt, das wäre ja irgendwie nett. Auch frage ich mich, ob jene Menschen, die Google so förmlich dazu auffordern, seiner Bestimmung nachzukommen, mit ihrer Art der Suchanfrage überhaupt jemals an ihr Ziel kommen oder ob sie nach Ansicht dieses Blogs beschlossen haben, doch lieber in die Videothek zu gehen. Möglicherweise handelt es sich auch um die gleiche Person, die es immer wieder verzweifelt versucht, aber doch immer hier landet. Wie dem auch sei, ich muss ihr/ihnen jedenfalls danken: Ich habe sehr gelacht.

Allerdings beunruhigt mich doch, wie viele Suchanfragen, die mit Sex zu tun haben, zu diesem Blog führen. Ich schreibe ja nun wirklich selten über Geschlechtsverkehr und damit verbundene Auswüchse, dennoch scheinen Anfragen wie „schoenen Sex ab 50“ (WTF?) oder „bilter-von-männerschwänzen“ (sic! und WTF???) zu imeinen Texten zu führen. Es gruselt mich. Es gibt hier nichts zu sehen!

Da diese Zusammenstellungen absurder Suchanfragen immer wieder gern gelesene Texte ergeben, möchte ich weitere Perlen aus den Untiefen der großen Datenkrake preisgeben, dazu gehören:

„draußen richtig schreiben“: Ich bin nicht ganz sicher, ob es darum geht, das Wort „draußen“ korrekt zu schreiben oder darum, wie man draußen, also außerhalb des Hauses, richtig schreibt. Wie auch immer. Meine Antwort lautet: So isset richtig geschrieben.

„böhse onkelz wird auch oft gesucht“: Stimmt, aber lang nicht so oft wie Schützenfest und Helene. Jungs, Eure Zeit ist vorbei.

„Möpse“: Immer wieder.

„katrin bauerfeind nackt“: vielleicht beim nächsten Leak?

„disslike jan“: Ich schreibe hier ja über viele Jans, die ich nicht mag: Den Fleischhauer oder den Böhmermann oder auch über diesen Köppen. Vielleicht war aber auch ein ganz anderer Jan gemeint, wer weiß?

„charlie sheen angst vor homosexualität“: Das wäre zumindest noch ein Grund mehr, ihn zu verabscheuen.

„daniela fehrenbach“: Nicht nur ich liebe sie! Eine Ikone! Sahne ist auch mein Leben!

„jan fleischhauer unmöglich“: Indeed.

„mario barth icebucket challenge“: Mehrfach. Ich bereue, ihn erwähnt zu haben.

„edeka werbung synchronstimme jd scrubs“: Ähm, ich schrieb doch nur über den Liechtenstein?

Und was mich gänzlich ratlos zurücklässt:

„bei einer schlanken frau ist es schwierig zu sehen ob sie schwanger ist“!

Ich freue mich sehr auf all die Suchbegriffe, die da noch kommen mögen, gute Nacht!

Komm ich heut‘ nicht, komm ich morgen

Ich notiere mir bisweilen, worüber ich als Nächstes schreiben möchte – so richtig New School als Memo auf meinem Handy. Da steht seit einiger Zeit „Unzuverlässigkeit im Internetzeitalter“, was irgendwie ironisch ist, da ich ja selbst diesen fabelhaften Blog in letzter Zeit sträflichst vernachlässige und meinen hungrigen LeserInnen nichts Neues vorlege. Ich könnte nun Besserung geloben, aber ich weiß nicht, ob mir das gelingt, da ich arbeitsmäßig vor einem mittelschweren Umbruch stehe und ansonsten so oft unterwegs bin und bisweilen gute Zeiten erlebe, dass mir gar nicht so richtig der Sinn nach Hass und Abscheu steht.

Aber heute, ja heute ist es wieder soweit. Auch deshalb, weil mir das Erlebte am Wochenende in Erinnerung gerufen hat, dass mich Unzuverlässigkeit wirklich irrsinnig aufregt. Da feiert eine liebe Freundin, die süßer nicht sein könnte, ihren 30. Geburtstag mit allerlei Kuchen und Gedöns und nicht nur, dass ich mit einer Verspätung von knapp 45 Minuten beinah die Erste war – es kamen auch nicht mehr allzu viel Leute, obwohl zuvor noch freudig bei Facebook zugesagt wurde. Diese Einladungsfunktion ist doch auch eigentlich eine unglaublich praktische Sache, man erreicht so ziemlich die meisten Menschen, die wissen Bescheid, man kann zu-oder absagen und Infos verschicken, alles super. Nur dass es wohl kaum eine unverbindlichere Sache gibt als eine Zusage zu einer Facebook-Veranstaltung (zumal manche Menschen einfach auch nicht bemerken, dass sie eingeladen wurden, aber denen ist wohl echt nicht mehr zu helfen). Menschen klicken einfach mal „Ja, ich komme“, ohne tatsächlich vorhaben, zu erscheinen, ob sie nun gar nicht in der Stadt sind oder schlicht keine Lust oder Zeit haben. Dann tauchen sie nicht auf, sagen aber auch nicht ab. Oder ihnen fällt dann kurz vor Mitternacht ein, dass sie doch keine Lust auf den Kaffeeklatsch haben, der am Nachmittag zuvor stattgefunden hat. Nur halt ohne sie.

Ich selbst kann mich von diesem Verhalten nicht ausnehmen, viel zu schnell klickt man ein „Vielleicht“, weil man noch gar nicht weiß, ob man kommen kann. Und vergisst es dann. Weil man so viele Informationen über dieses schreckliche Facebook reingeballert bekommt. Da sind Einladungen auch nur Schall und Rauch. Nur wenn man dann selbst feiert und feststellt, dass von den 35 Zusagen nur 20 erschienen sind, dafür aber zig Leute auftauchen, die nicht mal reagiert haben, nur als vielleicht geführt wurden oder die man gar nicht kennt, dann ist das seltsam bis ärgerlich, aber auch traurig, wenn eigentlich liebe Menschen nicht willens sind, mit einem/einer zu feiern.

Anderes Beispiel. Wir besuchten heute meinen liebsten kleinsten Freund und spielten eine zünftige Runde Pokémon-Canasta. Er sucht eine neue Mitbewohnerin (oder auch einen neuen Mitbewohner) und wartete auf eine der (wirklich zahlreichen) BewerberInnen. Sie kam nicht. Sagte auch nicht ab, ist niemals aufgetaucht. Und niemand weiß, warum und es ist wohl auch nicht die Aufgabe des Wartenden, mal nachzufragen, was da los ist, denn: Es haben sich gefühlt 200 Menschen für dieses Zimmer gemeldet. Da könnte man ja auch mal auftauchen. Es ist ja auch so einfach in Zeiten von Mobiltelefonen: Man ruft an, schreibt bei WhatsApp, wahlweise auch eine SMS, zur Not geht auch eine eilige Mail oder man kontaktiert Menschen bei Facebook. Tausend Wege, abzusagen und genutzt wird: Keiner davon. Weil gar nicht oder massiv zu spät kommen ja auch Zeichen genug ist.

Und auch verspäten ist ja so leicht geworden dank Mobiltelefonie und sozialer Medien. Ausgemachte Uhrzeiten könnte man eher als Richtwert sehen, der sich unendlich nach hinten verschieben lässt, man kann ja schnell anrufen oder schreiben, dass man später kommt. Allet kein Ding, eigentlich geht man auch erst los, wenn man eigentlich schon am verabredeten Ort sein sollte. Doof ist, wenn die andere Person aber doch eher Wert auf Pünktlichkeit legt und dann warten muss. Ich finde mich unglaublich spießig, wenn ich darüber schreibe und muss gleichzeitig auch zugeben, selbst so zu sein bisweilen. Aber es wird wirklich vieles immer unverbindlicher und man nimmt gar nicht wahr, dass man nicht Wert schätzt, dass eine andere Person sich Zeit nimmt, Kuchen vorbereitet, die Wohnung zur Besichtigung auf Vordermann gebracht hat und strapaziert lieber Nerven und Geduld. Find ich gar nicht schön.

Herpes Fernsehialis

Quelle: allmystery.de

Quelle: allmystery.de

Boah, ich schaue zuviel Fernsehen und ich ertrage es kaum noch. Auf extremst blondierte und auf allerlei kreative Arten grundlegend runderneuerte Frauen, die vermeintlich neureichen Schleimbolzen würdelos nachstelzen kann ich mich ja noch einlassen, das ist irgendwie mit einem gewissen Gefühl der geistigen Überlegenheit und der Ironie zu ertragen.

Dann kamen die Nackt-Dater auf RTL. Die waren nackt (dabei natürlich schlank, zwar nicht immer wunderschön, aber doch immer der „Norm“ entsprechend) und unfassbar langweilig. Dazwischen springt eine irritierenderweise bekleidete Moderatorin herum, deren blondiertes Haar so unfassbar strohig ist, dass man Angst haben muss, dass es abbricht. Das ist dann aber auch der Gipfel jeglicher Dramaturgie. Am Ende lehnt die inzwischen wieder angezogene „Eva“ ihren „Adam“ ab, weil sie ihn doch nicht so geil (oder seinen Pimo nicht schön genug?) findet. Schade. Und irgendwie deprimierend. Schon diese neue Call-In-Dating Show beim RTL macht mich unglaublich traurig, da dort alle Menschen so unfassbar oberflächlich sind und sich alle nicht wollen. Ich weinte fast.

Es folgte – ganz logisch – eine neue Satireshow. Mit Jan Böhmermann, Katrin Bauerfeind und Palina Rojinski, die ich alle nicht leiden kann. Außerdem macht da noch ein Jan Köppen mit, den ich nicht kenne. Der ist aber auch nicht lustig, von daher nix verpasst. Jedenfalls machen die jetzt eine gaaanz lustige Show zusammen, in der sie sich die vollkommen nicht vom Blatt abgelesenen Witze wie Bälle regelrecht zuspielen. Dabei darf Böhmermann einmal mehr den intellektuellen und hintersinnigen Schlaui geben, während Frau Rojinski genau nur für eine Sache da ist: Gut aussehen und Sexobjekt darstellen (ok, genau genommen sind das zwei Sachen). Sie belästigt arme Handwerker mit irgendwelchen Porno-Anspielungen. Klappt nicht, ist auch nicht witzig. Aber hey, sie ist doch so heiß.

Das ist alles so furchtbar verzweifelt auf jung und wild getrimmt und leider gar nicht witzig, wenn die Leute eigentlich schon an der 30 kratzen und das Anarchische der Jugend bereits verloren haben. Außerdem gehört die Person erschlagen, die bei RTL für die Programmplanung verantwortlich ist. Erst Nackte, um die VoyeurInnen der Nation ordentlich aufzugeilen und dann versuchen, Hau-drauf-Humor mit so ein bisschen, aber echt nur ein ganz bisschen Anspruch (NAZI-Activity, hahahahahahaha), aber dennoch fehlendem Niveau nachzuschieben. Der gemeinsame Teiler sind dann die albernen Schlüpfrigkeiten. Laut Quoten klappt das nicht. Zurecht. 

Jan, Jan, Palina und Katrin: Geht bitte zurück, wo ihr hergekommen seid. Oder raus aus dem Fernsehen. Aber bleibt nicht beim RTL. Und noch was, Palina: Du bist zu oft im Fernsehen. Bitte geh weg, zumindest für eine Weile.