Adieu, True Blood

Foto: Me Chutai, professionelle Bearbeitung: Alexander Sängerlaub

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Achtung: Hier stehen definitiv Spoiler zu verschiedenen TV-Serien. Wer nicht wissen möchte, wie True Blood oder How I Met your Mother (…) enden, sollte nicht weiter lesen. Ich entschuldige mich schon im Vorfeld bei all jenen Menschen, die mit diesem Text so gar nichts anfangen können, aber dieser/dieses (whatever) Blog ist wie ein Katalysator für mich – und irgendwohin muss meine Wut ja.

 

Seit dem heutigen Abend hasse ich Serienfinals. Vielleicht mochte ich sie zuvor schon nicht, aber nun verachte ich sie ganz und gar. Oder vielmehr die Menschen, die sie schreiben und inszenieren. Auslöser war das Finale meiner eigentlichen Lieblingsserie True Blood, die ich über Jahre weg verehrte, gar kultisch anbetete (wer meine Wohnung kennt, weiß, wovon ich rede). Auch wenn die Liebe mit der Zeit parallel zur Qualität der Folgen nachließ, so blieb ich der Serie treu. Und wurde bitter enttäuscht.

Ich habe keine Ahnung, wie DrehbuchautorInnen arbeiten und was für Schwierigkeiten es gibt, wenn man für ein Serienformat schreibt. Besser kann ich’s also wahrscheinlich eh nicht machen, aber egal: Eine Serie, die in sieben Staffeln vor allem wegen ihres Witzes, dem vielen Sex, der Gewalt, dem Blut funktionierte, endet mit… glücklichen Menschen an einer langen Tafel. Vielen süßen Kindern. Tralalalala. Die Liebe besiegt alles, kaum ist der Vampir, der das Unglück in die Stadt gebracht hat, verendet (auf die sinnloseste Art und Weise von der Liebsten gepfählt), sieht Bon Temps wieder aus wie Lönneberga zum Mittsommerfest. Ich möchte das nicht!

Ich möchte absurde Wendungen, markige Sprüche von Wikinger-Vampiren, meinetwegen auch total sinnfreie Kopulationsszenen zwischen irgendwelchen Fanlieblingen. Das alles ist mir lieber als eine hochschwangere Protagonistin, die zwar ungefähr alle ihre Liebsten verloren hat, aber GLÜCKLICH ist. Weil halt. Ich möchte mich „glamourn“ lassen, um diese Folge schnellstmöglich zu vergessen und ich möchte die Stunden zurück, die ich damit zugebracht habe, einen funktionierenden Stream zu finden.

Wer sich noch wegen des Finales von How I met your Mother grämt (welches ich übrigens gelungen fand): True Blood toppt es. Im negativen Sinn. Wenn eine Sitcom mehr Tragik und Gefühl in ihrem Finale aufkommen lassen kann, dann wurde definitiv was falsch gemacht. Wenn eine Serie wie True Blood in ihrer Finalfolge die Qualität ihrer eigenen Buchvorlage aus dem Groschenromansegment noch unterbietet – dann muss es wirklich schlimm sein.

Ich trauere, ohja. Um eine wirklich tolle Serie, die zugrunde gerichtet wurde. Nur Eric hat’s mal wieder rausgerissen. Hach.

 

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5 Gedanken zu “Adieu, True Blood

  1. How I met… schaue ich nicht und von True Blood kenne ich nur die erste Staffel.
    Ich mag gar nicht daran denken, was da für ein Seriensbschluß bei Walking Dead kommt. Ich hoffe, er entspricht dem Sinn der Serie. Game of Thrones wird sicherlich ein relativ offenes Ende haben… nach dem Motto, schauen wir mal, wer am Ende des Winters noch übrig ist.

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