„Du bist der Narr!“

pechvogelGestern nannte man mich lustig. Das ist an sich keine Beleidigung, denn eigentlich bin ich gerne lustig (und bin es zu selten). Aber der Anlass war ein trauriger: Man amüsierte sich über meine Missgeschicke. Dazu muss ich anmerken, dass diese Woche so gar nicht die meine war. Ich bin ohnehin ein sehr ungeschickter Mensch (man denke nur an meine Linkshändigkeit), aber diese Woche bestand aus lauter „Fails“, wie der moderne Internet-Mensch zu sagen pflegt. Sich über mein Unglück lustig zu machen, erachte ich als äußerst frech, denn für meine Verwirrtheit und schlechte Koordination kann ich nur bedingt etwas. Ehrlich.

Ich schnitt mir aus Versehen meine Schlafhose kaputt, weil ich Fäden entfernen wollte. Ich wusch ein Taschentuch mit, welches sich natürlich in 486843 klebrige weiße Fasern aufgelöst hat, die nun wenig dekorativ an meiner Lieblingsjacke kleben. Ich verwechselte zwei Daten und verpasste so das Konzert eines meiner Lieblingskünstler. Ich lief mit einem Paket zur Post und bemerkte auf halber Strecke, dass ich den Retourenaufkleber vergessen hatte. Zurück in der Wohnung fiel mir dann ein, dass der Aufkleber mit im Paket war. Also umsonst gelaufen. Die Geschichte mit der Erdnussflips essenden Person im Zug kennen einige LeserInnen bereits. Mein Schicksal scheint mich in dieser Woche insbesondere olfaktorisch prüfen zu wollen, denn trotz des unfassbar schönen Wetters musste ich meine Fenster geschlossen halten ob des abartigen Gülle-Gestanks rundherum. Dass mir alle Nase lang Bestecke und andere Dinge herunterfallen, mir Reißzwecken von der Wand ins Bett fallen und ich die ganze Nacht drauf schlafe und mein Hosenstall ständig offen steht –  geschenkt.

Ich bin ein Unglücksrabe und ich frage mich, womit ich das verdient habe. Mieses Karma kann es nicht sein, denn ich war insbesondere am Wochenende sehr freundlich (ausnahmsweise zumindest, sonst wäre ich rausgeflogen). Ehrlich gesagt traue ich mich gar nicht mehr, Schranktüren zu öffnen, aus Angst, sie könnten mir entgegen kommen. Ich gehe auch nur noch mit Bauhelm vor die Tür, denn es könnte einer ja was auf den Kopf fallen – der Himmel zum Beispiel oder Vogelkacke.

Allerdings scheint es bergauf zu gehen – ich fand heute einen Glückscent. Wenn das so weitergeht, muss ich am Ende noch das Konzept dieses Blogs überdenken!

(Wer mir übrigens sagen kann, von wem das Zitat aus der Überschrift stammt, gewinnt einen großen Preis!)

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